Wenn Schmerzen nicht mehr weggehen
Der Rücken tut seit Monaten weh, der Nacken ist ständig verspannt, oder der Schmerz wandert – mal hier, mal dort. Sie waren beim Arzt, beim Orthopäden, in der Physiotherapie, haben Tabletten genommen. Manches hat kurz geholfen, aber der Schmerz kommt immer wieder. Viele Menschen mit langen Schmerzen fühlen sich irgendwann hilflos oder nicht ernst genommen.
Schmerz ist zunächst ein wichtiges Warnsignal: Er schützt den Körper, wenn etwas verletzt oder überlastet ist. Hält er aber länger an – über drei bis sechs Monate –, spricht man von chronischen Schmerzen. Dann kann der Schmerz zu einem eigenen Problem werden.
In diesem Artikel erfahren Sie, warum Schmerzen bleiben können, was Sie selbst tun können und wie ich Sie in meiner Praxis in Berlin Prenzlauer Berg mit Osteopathie bei der Schmerztherapie unterstützen kann.
Wie entstehen Schmerzen – und warum bleiben sie?
Schmerz entsteht, wenn Nerven eine Reizung, Verletzung oder Überlastung melden. Sie leiten das Signal über das Rückenmark ins Gehirn – erst dort wird es als Schmerz spürbar. Bei frischen Beschwerden gibt es meist einen klaren Auslöser: eine Verletzung, eine Entzündung, eine Verspannung.
Bei chronischen Schmerzen ist das anders. Der ursprüngliche Auslöser kann längst abgeheilt sein, doch das Nervensystem bleibt empfindlich und „merkt sich“ den Schmerz – man spricht vom Schmerzgedächtnis. Dann reichen schon kleine Reize, um starke Beschwerden auszulösen.
Oft sind es auch ganz alltägliche Dinge, die den Schmerz immer wieder anfachen: den Einkauf nach Hause tragen, eine Kiste anheben, lange am Schreibtisch sitzen. Weil der Schmerz manchmal erst Stunden oder Tage später kommt, bringt man ihn nicht mit dem Auslöser in Verbindung – und hat das Gefühl, „alles“ tue weh. Dazu kommen Stress, wenig Bewegung, schlechter Schlaf oder eine Ernährung, die Entzündungen fördert. All das kann die Schmerzempfindlichkeit zusätzlich erhöhen.
Chronische Schmerzen: wenn der Schmerz den Alltag bestimmt
Chronische Schmerzen betreffen selten nur eine Stelle im Körper. Typisch sind:
- Schmerzen, die über Wochen oder Monate bleiben oder immer wiederkommen
- verspannte Muskeln und eingeschränkte Beweglichkeit
- schlechter Schlaf
- eine höhere Empfindlichkeit – schon leichte Berührungen oder Belastungen tun weh
Viele Betroffene sind zudem gereizt, können sich schlechter konzentrieren, sind schneller erschöpft oder ziehen sich zurück. Das ist keine Einbildung: Dauerhafter Schmerz kostet Kraft – körperlich wie seelisch. Deshalb schaue ich mir nicht nur die schmerzende Stelle an, sondern auch, wie Sie schlafen, wie Sie sich bewegen und was Sie gerade belastet.
Wann Sie Schmerzen ärztlich abklären lassen sollten
Die meisten Schmerzen an Rücken, Nacken und Gelenken sind harmlos, auch wenn sie lange anhalten. Bitte lassen Sie sie aber ärztlich abklären, wenn
- die Schmerzen nach einem Unfall oder Sturz begonnen haben,
- Fieber, ungewollter Gewichtsverlust oder starker Nachtschweiß dazukommen,
- der Schmerz nachts in Ruhe immer stärker wird,
- Taubheit, Kribbeln oder Schwäche in Armen oder Beinen auftreten,
- Sie Probleme beim Wasserlassen oder beim Stuhlgang bemerken.
Bei plötzlicher Schwäche in den Beinen oder Taubheit im Schritt bitte umgehend in die Notaufnahme.
Was Sie selbst tun können
- Ein Schmerz-Tagebuch führen: Notieren Sie zwei bis drei Wochen lang, was Sie getan haben, wann es danach wehtat und wie lange. Auch ganz gewöhnliche Dinge zählen – Einkauf, Tragen, Putzen, Gartenarbeit. So wird aus „alles tut weh“ oft ein Muster, mit dem sich arbeiten lässt.
- In Bewegung bleiben: Schonung hilft bei frischen Verletzungen. Bei langen Schmerzen ist dosierte Bewegung meist besser – lieber täglich ein wenig als selten zu viel.
- Langsam steigern: Fangen Sie klein an und steigern Sie sich Schritt für Schritt. Wer gleich zu viel will, landet oft wieder beim Schmerz.
- Für Pausen und Schlaf sorgen: Entspannung, ruhiges Atmen und genug Schlaf können die Schmerzempfindlichkeit senken.
Übungen für einzelne Beschwerden finden Sie in meinen Artikeln, zum Beispiel zu Hexenschuss, Bandscheibenvorfall, Ischias oder Schulterschmerzen.
Wie Osteopathie bei Schmerzen helfen kann
In der Osteopathie suche ich mit den Händen nach dem, was den Schmerz unterhält: Blockaden in Gelenken und Wirbeln, verspannte Muskeln, verklebtes Bindegewebe oder eine Haltung, die bestimmte Stellen dauerhaft überlastet. Dabei schaue ich nicht nur dorthin, wo es wehtut – ein Schmerz im Rücken kann zum Beispiel auch mit dem Becken, der Hüfte oder dem Zwerchfell zusammenhängen.
Mit sanften Griffen löse ich Spannungen und mache steife Bereiche wieder beweglicher. Ziel ist, dass die einzelnen Teile wieder besser zusammenspielen und Ihr Körper zur Ruhe kommen kann. So können frische Schmerzen schneller abklingen und lange bestehende Schmerzen spürbar nachlassen.
Was Sie in meiner Praxis erwartet
In meiner Praxis in Berlin Prenzlauer Berg nehme ich mir bewusst Zeit – für ein ausführliches Gespräch und eine gründliche Untersuchung. Gerade wer schon lange Schmerzen hat, braucht mehr als eine schnelle Behandlung. Deshalb frage ich auch nach Dingen, an die Sie vielleicht gar nicht denken: Was haben Sie in den Tagen vor dem Schmerz getan? Wie schlafen Sie? Was belastet Sie gerade?
Neben der osteopathischen Behandlung beziehe ich weitere Punkte ein, wenn sie für Ihre Schmerzen eine Rolle spielen können:
- Ernährung: Manche Lebensmittel können Entzündungen fördern und Schmerzen verstärken. Eine angepasste Ernährung kann die Heilung unterstützen.
- Darmgesundheit: Der Darm hat großen Einfluss auf Abwehr, Entzündungsneigung und Energie. Ist er aus dem Gleichgewicht, kann das Schmerzen verstärken oder unterhalten. Mehr dazu unter Darmsanierung in Berlin.
- Blutwerte: Hinweise auf stille Entzündungen, einen Mangel an Mineralstoffen oder Vitaminen oder eine Schilddrüse, die nicht rund läuft, können wichtige Anhaltspunkte geben.
- Stress: Dauerstress macht schmerzempfindlicher. Entspannung und ein ruhigeres Nervensystem sind deshalb ein fester Teil der Behandlung.
Aus all dem entsteht ein Behandlungsplan, der zu Ihnen passt. Ziel ist, akute Beschwerden zu lindern, lange bestehende Schmerzen Schritt für Schritt zu verringern und Ihnen wieder mehr Lebensqualität zu geben.
Welche Beschwerden ich osteopathisch behandle, finden Sie unter Wobei hilft Osteopathie? – zum Beispiel Schulterschmerzen, Ischias, Hexenschuss oder Bandscheibenvorfall.
→ Termin buchen – Doctolib | Praxis Berlin Prenzlauer Berg, Metzer Straße 20
Häufige Fragen zur Schmerztherapie mit Osteopathie
Hilft Osteopathie bei chronischen Schmerzen?
Sie kann helfen – vor allem, wenn Blockaden, Verspannungen oder eine ungünstige Haltung den Schmerz unterhalten. Wie gut Ihr Körper darauf anspricht, zeigt sich meist nach einigen Terminen. Am besten wirkt die Behandlung zusammen mit dem, was Sie selbst im Alltag tun.
Wie viele Termine brauche ich?
Das weiß ich erst nach der ersten Untersuchung. Als Orientierung: Oft zeigt sich nach zwei bis vier Terminen, wie Ihr Körper anspricht. Lange bestehende Schmerzen brauchen meist mehr Zeit.
Kann es nach einer Behandlung erst einmal mehr wehtun?
Ja, das kommt vor. Ein bis zwei Tage nach der Behandlung können Sie sich müde fühlen oder ein leichtes Ziehen spüren, ähnlich wie bei Muskelkater. Das klingt in der Regel von selbst wieder ab. Wird der Schmerz deutlich stärker oder hält er länger an, melden Sie sich bitte bei mir.
Lässt sich ein Schmerzgedächtnis löschen?
Auf Knopfdruck nicht – aber das Nervensystem kann wieder lernen, gelassener zu reagieren. Dabei helfen Bewegung in kleinen, gut verträglichen Schritten, weniger Angst vor Bewegung, Entspannung und guter Schlaf. Die Behandlung kann diesen Weg unterstützen, indem sie Spannungen löst und Bewegung wieder angenehmer macht.
Haben chronische Schmerzen mit der Psyche zu tun?
Schmerzen sind echt – auch wenn keine Verletzung mehr zu sehen ist. Stress, Sorgen und schlechter Schlaf können sie aber verstärken, und umgekehrt zehren lange Schmerzen an den Nerven. Deshalb gehört beides in den Blick: der Körper und das, was Sie gerade belastet.
110 Euro
pro Termin (60 Min.)