Ein Hexenschuss macht oft schlagartig bewegungsunfähig. Die gute Nachricht: Gezielte Bewegung ist keine Gefahr – sie ist der schnellste Weg zur Besserung. Die richtigen Übungen lösen den Muskelkrampf, mobilisieren die blockierten Gelenke und bauen Stabilität auf, die neue Hexenschuss-Episoden verhindert.
Dieser Artikel zeigt Ihnen, welche Hexenschuss Übungen in welcher Phase helfen – von der akuten Phase direkt nach dem Schmerzereignis bis zur Stabilisation. Am Ende finden Sie alle Übungen als PDF zum Download.
| Dieser Artikel enthält die vollständige Übungsfolge bei Hexenschuss. Alle Hintergründe zur Behandlung, Ursachen und Diagnose finden Sie hier: → Hexenschuss behandeln Berlin: /osteopathie-berlin/hexenschuss-behandeln/ |
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Warum Bewegung beim Hexenschuss so entscheidend ist
Der verbreitete Ratschlag „Schonen und Bettruhe“ ist längst widerlegt. Aktuelle Leitlinien sind eindeutig: Frühe, angepasste Bewegung fördert die Heilung schneller als Ruhe. Das Problem ist nicht die Bewegung – das Problem ist die falsche Bewegung zum falschen Zeitpunkt.
Ein Hexenschuss ist eine akute Schutzreaktion des Körpers. Der Muskel verkrampft um die Wirbelsäule zu stabilisieren. Dieser Krampf ist schmerzhaft, aber behandelbar. Sanfte, gezielte Bewegung gibt dem Nervensystem das Signal: Gefahr vorbei. Der Muskel kann loslassen.
Deshalb unterteile ich die Übungen in drei Phasen: akute Phase, subakute Phase und Stabilisation. Die Reihenfolge ist kein Zufall – sie entspricht dem Heilungsverlauf.
Phase 1 – Akute Phase (Tag 1–3): Krampf lösen, Nervensystem beruhigen
In den ersten Stunden und Tagen nach dem Hexenschuss ist das Ziel nicht Dehnung oder Kräftigung – das Ziel ist, den Muskelkrampf zu lösen und das überaktive Nervensystem zu beruhigen. Alle fünf Übungen dieser Phase sind dafür geeignet.
Übung 1 – Stufenlagerung mit Atemkontrolle
| ÜBUNG 1 | 90/90 Breathing – Atemkontrolle in Stufenlagerung |
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Ausgangsposition
Rückenlage, Unterschenkel auf einem Stuhl oder Kissen – Hüfte und Knie auf je 90 Grad. Arme liegen locker neben dem Körper.
Ausführung
- Bewusst in den Bauch atmen: Der Bauch hebt sich beim Einatmen.
- Beim Ausatmen: Rippen aktiv absenken, Bauch langsam einziehen.
- 10–15 langsame Atemzüge. Danach kurz ausschütteln.
Warum diese Übung hilft
Das Zwerchfell und die tiefe LWS-Muskulatur sind direkt verbunden. Gezielte Bauchatmung entspannt die tiefe Rückenmuskulatur reflektorisch – ohne aktiven Muskelzug. Das ist die wissenschaftlich am besten begründete Sofortmaßnahme bei akutem Hexenschuss: Das Nervensystem wird berühigt, der Reflexkrampf lässt nach.
| Dosierung: Sofort möglich – 10–15 Atemzüge • alle 1–2 Stunden wiederholen • auch im Bett ausführbar |
Übung 2 – „Scheibenwischer“ – sanfte LWS Rotation
| ÜBUNG 2 | Windshield Wipers (Scheibenwischer) – sanfte LWS-Rotation |
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Ausgangsposition
Ausgangsposition Rückenlage. Beide Knie angewinkelt, Füße hüftbreit und flach auf dem Boden. Arme seitlich ausgestreckt, Handflächen nach unten.
Ausführung Beide Knie gleichzeitig langsam zur rechten Seite kippen – nur so weit, wie es schmerzfrei möglich ist. Kurz innehalten, dann zurück zur Mitte, dann zur linken Seite. Fließend und gleichmäßig, ohne Schwung. Die Schultern bleiben durchgehend am Boden.
Warum diese Übung hilft Die Rotationsbewegung mobilisiert die Facettengelenke der LWS ohne axialen Druck. Sitzt der Hexenschuss einseitig, löst die Gegenbewegung die einseitige Schutzspannung gezielt.
Dosierung: 8–10 Wdh. pro Seite · 2–3× täglich · nur bis zur schmerzfreien Grenze
| Dosierung: 8–10 Wdh. pro Seite • 2–3x täglich • nur bis zur schmerzfreien Grenze |
Übung 3 – Open Book Rotation in Seitlage
| ÜBUNG 3 | Open Book Rotation – BWS-Mobilisation in Seitlage |
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Ausgangsposition
Seitlage, Knie übereinander gestapelt auf 90 Grad, beide Arme vor der Brust ausgestreckt – Handfächen übereinander.
Ausführung
- Den oberen Arm langsam nach hinten öffnen – wie ein Buch das aufgeschlagen wird.
- Blick folgt der Hand. Schulter sinkt Richtung Boden.
- Beim Ausatmen tiefer in die Drehung sinken. Becken bleibt an Ort.
- 20–30 Sekunden halten, dann langsam zurück. Seite wechseln.
Warum diese Übung hilft
Ein Hexenschuss führt fast immer zu einer Schutzhaltung mit versteifter Brustwirbelsäule. Die Open Book Rotation mobilisiert die BWS sanft und löst damit den Kompensationstonus in der LWS – oft mit sofortiger Erleichterung. Eine der visuell eindrucksvollsten und am meisten geteilten Übungen bei Rückenschmerzen.
| Dosierung: 20–30 Sek. halten • 2–3x pro Seite • langsam – nicht drücken |
Übung 4 – Vor- und zurück im Vierfüßler-Stand
| ÜBUNG 4 | Quadruped Rock Back – LWS-Dekompression im Viberfüßler |
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Ausgangsposition
Viererfüßlerstand auf der Matte. Hände direkt unter den Schultern, Knie direkt unter den Hüften. Rüken in neutraler Position.
Ausführung
- Das Gesäß langsam zu den Fersen schieben – Arme bleiben gestreckt, Rüken darf rund werden.
- Kurz in der Tiefposition halten – tief atmen.
- Langsam zurück in den Viererfüßler. Rhythmisch wiederholen.
- 10–15 Wiederholungen.
Warum diese Übung hilft
Das Zurückwiegen des Gesäßes zu den Fersen dekomprimiert die Facettengelenke der LWS sanft durch Traktion. Die rhythmische Bewegung – vor und zurück – stimuliert die Gelenkflüssigkeit und löst die akute Blockade mechanisch. Einfach, sicher, sofort möglich ab Tag 1–2.
| Dosierung: 10–15 Wdh. rhythmisch • 2–3x täglich • ab Tag 1–2 möglich |
Phase 2 – Subakute Phase (Tag 3–10): Mobilisation und Bewegungskontrolle
Wenn der akute Hochschmerz nachlässt, können zwei zusätzliche Übungen dazukommen. Beide fordern mehr Kontrolle und sind gezielt auf die häufigsten Ursachen eines Hexenschusses ausgerichtet: Muskeldysbalancen und eingeschränkte Beckenmobilität.
Übung 5 – „Wassertreten“
| ÜBUNG 5 | Diagonale Beckenbewegung – Quadratus lumborum Dehnung |
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Ausgangsposition
Rückenlage, beide Beine ausgestreckt.
Ausführung
- Ein Bein langsam lang rausschieben – Ferse vom Körper wegschieben.
- Gleichzeitig die gegenüberliegende Beckenseite Richtung Schulter hochziehen.
- Eine leichte diagonale Dehnung entlang der LWS ist das Ziel. 20–30 Sekunden halten.
- Seite wechseln.
Warum diese Übung hilft
Der Quadratus lumborum – der seitliche Lendenmuskel – ist beim Hexenschuss fast immer auf einer Seite stärker verkrampft als auf der anderen. Diese Dehnung erreicht ihn direkt und einseitig – etwas was symmetrische Übungen nicht leisten können.
| Dosierung: 20–30 Sek. halten • 2–3x pro Seite • ab Tag 3–5 |
Übung 6 – Beckenuhr
| ÜBUNG 6 | Beckenuhr – Bewegungskontrolle und Mobilisation |
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Ausgangsposition
Rückenlage, Knie angewinkelt, Füße flach auf dem Boden.
Ausführung
- Das Becken langsam in alle Richtungen bewegen – wie ein Uhrzeiger, der alle Stunden abfährt.
- Erst im Uhrzeigersinn – klein beginnen, dann größer werden.
- Dann gegen den Uhrzeigersinn. Alles fließend, kein Halten.
- 5–8 Runden pro Richtung.
Warum diese Übung hilft
Die Beckenuhr trainiert die bewusste Kontrolle über das Becken – eine Fähigkeit die nach einem Hexenschuss oft verloren gegangen ist. Die kreisende Mikrobewegung mobilisiert alle LWS-Segmente gleichmäßig und verbessert die propriozeptive Wahrnehmung. Gleichzeitig zeigt sie wo die Beweglichkeit noch eingeschränkt ist.
| Dosierung: 5–8 Runden pro Richtung • 1–2x täglich • ab Tag 3–5 |
Phase 3 – Stabilisation: Hexenschuss dauerhaft verhindern
Wer nur mobilisiert aber nicht stabilisiert, lädt den nächsten Hexenschuss ein. Die Stabilisationsphase beginnt wenn der Schmerz deutlich nachgelassen hat – in der Regel nach 7–10 Tagen. Das Ziel: Die tiefe Rumpfmuskulatur aktivieren, Alltagsbewegungen sicher machen, Rezidive verhindern.
Übung 7 – Pallof Press (Rumpfstabilisation)
| ÜBUNG 7 | Pallof Press – anti-rotatorische Rumpfstabilisation |
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Ausgangsposition
Seitlich neben einem Kabelzug oder Theraband stehen (am Türrahmen befestigen). Das Band auf Hüfthöhe halten, beide Hände vor der Brust. Hüftbreit stehen, Knie leicht gebeugt.
Ausführung
- Die Hände langsam nach vorne strecken – Arme fast durchgestreckt.
- Die LWS bleibt stabil – nicht rotieren, nicht ausweichen.
- 3 Sekunden halten, dann langsam zurück zur Brust.
- 8–10 Wiederholungen, dann Seite wechseln.
Warum diese Übung hilft
Der Pallof Press trainiert keine Bewegung – er trainiert Widerstand gegen Bewegung. Genau das ist im Alltag gefragt: Die Wirbelsäule stabil halten während die Arme oder Beine sich bewegen. Diese anti-rotatorische Stabilisation ist laut aktueller Forschung effektiver als klassische Bauchübungen für die Prävention von Hexenschuss.
| Dosierung: 3 Sätze à 8–10 Wdh. pro Seite • 3x pro Woche • Theraband oder Kabelzug |
Übung 8 – Vorbeugen mit geradem Rücken
| ÜBUNG 8 | Hip Hinge mit Besenstiel – Rückengerechtes Bücken lernen |
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Ausgangsposition
Aufrecht stehen. Einen Besenstiel vertikal am Rücken halten: Kontaktpunkte sind Hinterkopf, Brustwirbelsäule und Steißbein. Der Stiel liegt an allen drei Punkten an.
Ausführung
- Langsam nach vorne beugen – Gesäß geht nach hinten, Knie beugen leicht.
- Der Stiel bleibt in Kontakt mit allen drei Punkten – der Rücken bleibt gerade.
- Die Bewegung kommt ausschließlich aus der Hüfte – nicht aus dem Rücken.
- Langsam zurück aufrichten. 10 Wiederholungen.
Warum diese Übung hilft
Ein fehlerhafter Bückvorgang – Rundrücken statt Hüftfaltung – ist eine der häufigsten Ursachen für Hexenschuss. Der Hip Hinge mit Besenstiel macht sofort sichtbar ob die Bewegung korrekt ist. Wer dieses Muster automatisiert schützt seinen Rücken bei jeder Alltagsbewegung.
| Dosierung: 3 Sätze à 10 Wdh. • 3x pro Woche • Besenstiel oder PVC-Rohr |
Übung 9 – Gewicht tragen mit stabiler LWS
| ÜBUNG 9 | Farmer Carry – Tragen unter Last mit stabiler LWS |
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Ausgangsposition
Aufrecht stehen, je eine Gewählt oder schwere Einkaufstasche in jeder Hand. Schultern zurück und unten, Blick geradeaus.
Ausführung
- Langsam und kontrolliert gehen – 20–30 Meter.
- Die LWS bleibt neutral – nicht ins Hohlkreuz ausweichen, nicht zur Seite kippen.
- Schultern aktiv nach unten halten. Gleichmäßig atmen.
- Pause, dann wieder zurück. 3 Durchgänge.
Warum diese Übung hilft
Tragen ist eine der häufigsten Alltagsbewegungen – und eine der häufigsten Ursachen für Rückenbeschwerden. Der Farmer Carry trainiert die LWS-Stabilisation unter echter Last und in funktioneller Bewegung. Laut aktueller Sportwissenschaft eine der effektivsten Übungen für Rumpfstabilität überhaupt.
| Dosierung: 3 Durchgänge à 20–30 Meter • 3x pro Woche • Gewicht anpassen • beidseitig gleich |
Übung 10 – Wandlehnen mit Kniebeuge
| ÜBUNG 10 | Wandlehnen mit Kniebeuge – Beinstärkung mit LWS-Entlastung |
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Ausgangsposition
Den Rücken flach an eine Wand lehnen, Füße etwa eine Fußlänge von der Wand entfernt. Den Rücken – auch die Lendenwirbelsäule – bewusst flach an die Wand drücken.
Ausführung
- Langsam in die Knie gehen, Rücken bleibt an der Wand, bis zu einem angenehmen Winkel.
- 3–5 Sekunden halten, dann wieder hochschieben.
- 5–8 Wiederholungen.
Warum diese Übung hilft
Die Wand erzwingt eine neutrale LWS-Position und macht fehlerhafte Bewegungen sofort sichtbar. Gleichzeitig wird die Beinmuskulatur als Unterstützung für die Wirbelsäule kräftigt – starke Beine bedeuten weniger Last für den Rücken. Besonders gut geeignet für ältere Patienten und als erste Kniebeuge-Variante nach dem Hexenschuss.
| Dosierung: 3 Sätze à 5–8 Wdh. • 3x pro Woche • Tiefe nach Möglichkeit steigern |
Übung 11 – Flexibar
| ÜBUNG 11 | Flexibar – Schwingungsreiz für die tiefe Rückenmuskulatur |
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Ausgangsposition
Aufrecht stehen, den Flexibar mit beiden Händen vor dem Körper halten. Leicht in die Knie gehen.
Ausführung
- Den Flexibar rhythmisch auf- und abschütteln bis er in Schwingung gerät.
- Die Schwingung läuft in die Hände, Arme und den Rumpf.
- Die LWS reagiert mit kleinen Stabilisierungsreflexen – unbewusst und automatisch.
- 30–60 Sekunden, Pause, wiederholen.
Warum diese Übung hilft
Die hochfrequente Schwingung des Flexibars aktiviert die tiefe Rumpfmuskulatur – insbesondere den Multifidus – über den Dehnreflex. Das ist eine Aktivierungsform die mit bewussten Übungen nicht erreichbar ist. In der Physiotherapie und Osteopathie ist der Flexibar ein etabliertes Werkzeug für die Nachbehandlung bei LWS-Beschwerden.
| Dosierung: 3 Sätze à 30–60 Sek. • 3x pro Woche • verschiedene Positionen möglich |
Aus der Praxis – was wirklich den Unterschied macht
Eine Patientin kam zu mir mit einem klassischen Hexenschuss – plötzlicher Schmerz beim Bücken, kaum aufzurichten, starke einseitige Schutzspannung. Sie hatte bereits zwei Tage Bettruhe hinter sich – ohne Besserung.
Wir begannen sofort mit 90/90 Breathing und Windshield Wipers. Bereits nach zehn Minuten konnte sie sich deutlich freier bewegen. Am zweiten Tag kamen Open Book und Quadruped Rock Back dazu. Nach fünf Tagen war der akute Schmerz weg.
Das Entscheidende war nicht nur die akute Linderung – sondern die Kontinuität. Wer nach dem Hexenschuss nicht stabilisiert, erlebt ihn mit hoher Wahrscheinlichkeit erneut. Mit Pallof Press und Hip Hinge hat sie ihr Bewegungsmuster grundlegend verändert. Seitdem kein Rückfall.
| Kein Fortschritt nach 3–5 Tagen konsequenter Übungen? Oder Schmerzen die ins Bein ausstrahlen? Das könnte auf mehr als einen einfachen Hexenschuss hinweisen. → Hexenschuss behandeln Berlin: /osteopathie-berlin/hexenschuss-behandeln/ |
PDF-Download: Alle Hexenschuss Übungen auf einen Blick
Alle 12 Übungen – geordnet nach Phase, mit Dosierungsangaben – als PDF zum Ausdrucken und Mitnehmen.
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Häufige Fragen zu Hexenschuss Übungen
Welche Übungen helfen bei akutem Hexenschuss sofort?
90/90 Breathing (Atemkontrolle in Stufenlagerung) und Windshield Wipers (sanfte Kniependel in Rückenlage) sind am sichersten für den ersten Tag. Sie lösen den Muskelkrampf ohne Druck auf die LWS.
Darf ich bei Hexenschuss Übungen machen?
Ja – und das ist sogar empfohlen. Bettruhe verlangsamt die Heilung. Die richtigen Übungen zum richtigen Zeitpunkt sind die wirksamste Sofortmaßnahme. Das Ziel ist nicht „durchbeissen“ – sondern sanft und bewusst bewegen.
Wie lange bis die Hexenschuss Übungen wirken?
In der akuten Phase sind erste Erleichterungen oft schon nach 10–20 Minuten spürbar. Vollständige Besserung dauert in der Regel 5–10 Tage. Die Stabilisationsphase braucht 4–6 Wochen konsequentes Training.
Können Hexenschuss Übungen den Schmerz verschlimmern?
Wenn Übungen während der Ausführung deutlich schmerzhafter machen – sofort stoppen. Leichte Unwohlgefühle sind normal, stechende oder ausstrahlende Schmerzen sind ein Warnsignal. Bei Ausstrahlung ins Bein bitte zuerst abklären lassen.
Wann soll ich zum Arzt oder zur Osteopathie?
Wenn nach 3–5 Tagen keine Besserung eintritt, der Schmerz ins Bein ausstrahlt oder wenn Taubheitsgefühle auftreten – dann bitte zeitnah zur Abklärung. Ein Hexenschuss kann manchmal ein Bandscheibenvorfall sein der ähnlich beginnt.
| Weiterführende Seiten: → Hexenschuss behandeln: /osteopathie-berlin/hexenschuss-behandeln/ → Bandscheibenvorfall behandeln: /osteopathie-berlin/bandscheibenvorfall-behandeln/ → Bandscheibenvorfall Übungen: /bandscheinbenvorfall-uebungen-lws → Bandscheibenvorfall Rücken stärken: /bandscheibenvorfall-ruecken-staerken → Ischias behandeln: /osteopathie-berlin/ischias-behandeln/ → Ischias Übungen: /osteopathie-berlin/bandscheibenvorfall-dehnungen-lws → Osteopathie Berlin: /osteopathie-berlin/ → ISG-Blockade (folgt): /osteopathie-berlin/isg-blockade/ |